Thomas Darchinger
Thomas Darchinger, 37, Schauspieler
mit 19 hab ich nach dem Abitur vier Monate als Schlafwagenschaffner
gearbeitet, damit ich
das Geld zusammenbekommen habe, für Amerika.
Das war eine gute Zeit. Nachts bin ich gefahren. Drei Tage am
Stück nach Athen zum Beispiel.
Meistens habe ich dann jemand kennen gelernt und noch den Tag mir
ihr verbracht, schon
ziemlich fertig. Einmal kam ich dann ziemlich betrunken zum Dienst
zurück, in Italien. Die
Scheißitaliener hatten meinen Wagen doppelt gebucht.
Das Chaos war unglaublich, mir war schlecht, ich war völlig
überfordert. Hab dann alle
gleichmäßig über den Zug verteilt. Ging schon. An
die Fahrt kann ich mich überhaupt nicht
erinnern, ich glaube, ich hab im Stehen geschlafen.
In Amerika hab ich neue Erfahrungen gesucht, hab im Winter im
Yellowstone bei minus 21 Grad
draußen geschlafen. In New Orleans hab ich im schwarzen
Viertel als einziger Weißer gewohnt,
das hat mir gut gefallen, in einem Gemeindehaus vor der Kirche. Da
war ein Mädchen, die war
unglaublich schön, wollte aber nur mit mir zusammen sein, wenn
ich sie heirate, so religiös
war die.
Nach 4 Monaten bin ich zurück. Ich wollte in München
Theater spielen. Mein Vater hat mich
danach zum ersten Mal respektiert.
1983-1989 Pathos Transport Theater (zahlreiche Preise und
Auszeichnungen)
1989 "Löwengrube" (zahlreiche Preise und
Auszeichnungen)
1990 "Mit den Clowns kamen die Tränen" Regie: E.
Hauff
später
"Rosa Roth"
"Der Solist" (mit Thomas Kretschmann)
"Sardsch" (mit Hannes Jaenicke)
"Sass"
"Ein unmöglicher Mann"
"Begegnung mit dem Teufel"
Gerade hat Thomas mit Anna Kuczynska und Wolf Mocikat den
Kurzhorrorfilm
"U43" abgedreht und beginnt jetzt mit den Dreharbeiten zu "Die
Stimmen",
Regie Rainer Matsutani (Olga Film)
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